Magnesium & Blutzucker – warum dieses Mineral so wichtig ist
- susenpalm
- 4. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Ein Magnesiummangel kommt bei Menschen mit Diabetes Typ 2 oder dessen Vorstufen (z. B. Insulinresistenz oder metabolisches Syndrom) sehr häufig vor. Und er ist nicht nur eine Begleiterscheinung – sondern kann das Problem sogar verschärfen.
Studien zeigen:👉 Ein niedriger Magnesiumstatus erhöht das Risiko, überhaupt erst einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln.
Was macht Magnesium im Zuckerstoffwechsel?
Magnesium ist an vielen Prozessen beteiligt, die für einen stabilen Blutzucker entscheidend sind. Besonders wichtig sind vier Wirkbereiche:
🔹 Verbessert die InsulinwirkungMagnesium hilft den Körperzellen, besser auf Insulin zu reagieren – der Zucker kann leichter aus dem Blut in die Zellen gelangen.
🔹 Wirkt als natürlicher Calcium-GegenspielerDas entspannt Gefäße und Zellen und unterstützt einen gesunden Stoffwechsel.
🔹 Hilft bei StressregulationStress erhöht den Blutzucker – Magnesium wirkt hier ausgleichend auf Nerven und Hormonsystem.
🔹 Schützt die BlutgefäßeMagnesium stabilisiert die Gefäßinnenwände und kann so langfristige Gefäßschäden abmildern.
Was zeigen Studien bei Menschen mit Diabetes?
Menschen mit einem guten Magnesiumstatus profitieren mehrfach:
✔ bessere Blutzuckerwerte
✔ geringere Insulinresistenz
✔ weniger Folgeerkrankungen
Konkret zeigen Studien:
Höhere Magnesiumwerte im Blut sind mit weniger diabetischer Augenerkrankung (Retinopathie) verbunden.
Je stärker der Magnesiummangel, desto schwerer fallen solche Schäden aus.
Auch das Risiko für eine Verschlechterung der Nierenfunktion ist bei gutem Magnesiumstatus geringer.
Depressive Verstimmungen, die bei Diabetes häufiger vorkommen, sind bei ausreichend Magnesium seltener.
Wie erkennt man einen Magnesiummangel?
Die gute Nachricht:👉 Ein Magnesiummangel lässt sich relativ einfach erkennen – durch eine Kombination aus:
Anamnese (z. B. Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Stress, Heißhunger)
klinischen Zeichen
und ggf. Laborwerten
Fazit
Magnesium ist kein „Nice-to-have“, sondern ein Schlüsselmineral für den Zuckerstoffwechsel. Menschen mit Insulinresistenz, Prädiabetes oder Diabetes Typ 2 können von einer gezielten Magnesiumzufuhr nachweislich profitieren – sowohl im Alltag als auch zur Vorbeugung von Folgeerkrankungen.
Falls du jetzt wissen möchtest, wie du deinen Magnesiumbedarf am besten deckst dann schau dir unbedingt diesen👉 Blogbeitrag an.
📚 Wissenschaftliche Quellen:
Von Ehrlich B, Barbagallo M, Classen HG, Guerrero-Romero F, Mooren FC, Rodriguez-Moran M, Vierling W, Vormann J, Kisters K. Die Bedeutung von Magnesium für Insulinresistenz, metabolisches Syndrom und Diabetes mellitus – Empfehlungen der Gesellschaft für Magnesium-Forschung e. V. Diabetologie und Stoffwechsel. 2014; 9(2):96–100. DOI: 10.1055/s-0034-1366398.



