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Magnesium & Blutzucker – warum dieses Mineral so wichtig ist


Ein Magnesiummangel kommt bei Menschen mit Diabetes Typ 2 oder dessen Vorstufen (z. B. Insulinresistenz oder metabolisches Syndrom) sehr häufig vor. Und er ist nicht nur eine Begleiterscheinung – sondern kann das Problem sogar verschärfen.


Studien zeigen:👉 Ein niedriger Magnesiumstatus erhöht das Risiko, überhaupt erst einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln.


Was macht Magnesium im Zuckerstoffwechsel?

Magnesium ist an vielen Prozessen beteiligt, die für einen stabilen Blutzucker entscheidend sind. Besonders wichtig sind vier Wirkbereiche:


🔹 Verbessert die InsulinwirkungMagnesium hilft den Körperzellen, besser auf Insulin zu reagieren – der Zucker kann leichter aus dem Blut in die Zellen gelangen.

🔹 Wirkt als natürlicher Calcium-GegenspielerDas entspannt Gefäße und Zellen und unterstützt einen gesunden Stoffwechsel.

🔹 Hilft bei StressregulationStress erhöht den Blutzucker – Magnesium wirkt hier ausgleichend auf Nerven und Hormonsystem.

🔹 Schützt die BlutgefäßeMagnesium stabilisiert die Gefäßinnenwände und kann so langfristige Gefäßschäden abmildern.


Was zeigen Studien bei Menschen mit Diabetes?

Menschen mit einem guten Magnesiumstatus profitieren mehrfach:

✔ bessere Blutzuckerwerte

✔ geringere Insulinresistenz

✔ weniger Folgeerkrankungen


Konkret zeigen Studien:

  • Höhere Magnesiumwerte im Blut sind mit weniger diabetischer Augenerkrankung (Retinopathie) verbunden.

  • Je stärker der Magnesiummangel, desto schwerer fallen solche Schäden aus.

  • Auch das Risiko für eine Verschlechterung der Nierenfunktion ist bei gutem Magnesiumstatus geringer.

  • Depressive Verstimmungen, die bei Diabetes häufiger vorkommen, sind bei ausreichend Magnesium seltener.


Wie erkennt man einen Magnesiummangel?

Die gute Nachricht:👉 Ein Magnesiummangel lässt sich relativ einfach erkennen – durch eine Kombination aus:

  • Anamnese (z. B. Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Stress, Heißhunger)

  • klinischen Zeichen

  • und ggf. Laborwerten


Fazit

Magnesium ist kein „Nice-to-have“, sondern ein Schlüsselmineral für den Zuckerstoffwechsel. Menschen mit Insulinresistenz, Prädiabetes oder Diabetes Typ 2 können von einer gezielten Magnesiumzufuhr nachweislich profitieren – sowohl im Alltag als auch zur Vorbeugung von Folgeerkrankungen.


Falls du jetzt wissen möchtest, wie du deinen Magnesiumbedarf am besten deckst dann schau dir unbedingt diesen👉 Blogbeitrag an.


📚 Wissenschaftliche Quellen:

Von Ehrlich B, Barbagallo M, Classen HG, Guerrero-Romero F, Mooren FC, Rodriguez-Moran M, Vierling W, Vormann J, Kisters K. Die Bedeutung von Magnesium für Insulinresistenz, metabolisches Syndrom und Diabetes mellitus – Empfehlungen der Gesellschaft für Magnesium-Forschung e. V. Diabetologie und Stoffwechsel. 2014; 9(2):96–100. DOI: 10.1055/s-0034-1366398.


 
 
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